Die Entwicklung von Luftgewehren und Luftpistolen - zusammengefasst spricht man von Luftdruckwaffen - ist zur gleichen Zeit wie die der Feuerwaffen vorangeschritten. Ursprünglich wurde das Luftgewehr als Windbüchse bezeichnet und bereits während der Napoleonischen Kriege eingesetzt. - Freiheitskämpfer aus Tirol setzten sich mit den Luftgewehren erfolgreich gegen bayerische und französische Besatzer zur Wehr. In diesen Waffen kamen teilweise bereits Schnelllade- Vorrichtungen zum Einsatz. Ein Beispiel dafür sind die Girandoni-Windbüchsen (1780) - benannt nach dem Tiroler Erfinder Bartholomus Girandoni. Luftgewehre dieses Typs eigneten sich auch hervorragend als Jagdwaffe selbst für größere Tiere wie Gämse, Reh oder Hirsch.
Heute werden verschiedene Luftdruckwaffen unter- schieden: Es gibt die so genannten Federdruckwaffen, zu denen die einfachsten Luftpistolen und Luftgewehre zählen. Bei den Federdruckwaffen muss vor jeder Schussabgabe die Kolbenfeder neu gespannt werden, dass geschieht je nach Bauart entweder über einen Kipplauf oder über einen seitlich oder unten angebrachten Hebel. Im Bereich der Federdruckwaffen gibt es Einzellader und Mehrlader. Eine weitere verbreitete Luftdruckwaffenart sind Pressluftwaffen. - Bei den Pressluftwaffen handelt es sich um Pumpwaffen, die mit vorkomprimierter Luft funktionieren.
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Unterschieden wird bei den Pressluftwaffen noch nach einhübigem und mehrhübigem Druckaufbau. Bei einhübigen Systemen, wird die Luft durch einen Bewegungsablauf verdichtet. Bei mehrhübigen Systemen erfolgt die Verdichtung auf dem Prinzip der Luftpumpen - mehrere pumpende Bewegungen bauen den gewünschten Druck auf. Wenn ein Schuss aus einer Pressluftwaffe dieser Bauart abgegeben wird, wird die vorkomprimierte Luft mit einem Stoß freigegeben und treibt auf diese Art die Ladung in den Lauf. Im Bereich der Pressluftwaffen gibt es auch noch Luftdruckwaffen mit Druckvorratsbehälter. Bei diesen Waffen kann ein größerer Behälter angebracht werden, der im Vorfeld über eine Pumpe (manuell oder automatisch) mit Luft befüllt wurde. Die Abgabe der verdichteten Luft erfolgt dosiert über ein Ventil, so dass bei Pressluftwaffen dieser Bauart auch mehrere Schüsse ohne Nachladen abgegeben werden können, sofern die Waffe über ein entsprechendes Magazin verfügt.
Eine weitere Waffenart im Bereich der Luftdruckwaffen sind die so genannten CO2 - Waffen. C02-Pistolen oder CO2-Gewehre funktionieren mit C02-Gas-Kartuschen. Das CO2 fungiert als Antriebsgas und ermöglicht schnelle Schussfolgen, sofern die Waffe mit einem Magazin ausgestattet ist.
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